Hohenloher Tagblatt / 30. Januar 2026
Der Förderverein „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ lädt am 14. März zum Benefizkonzert mit Stadtkapelle und dem langjährigen musikalischen Leiter der Egerländer Musikanten, Ernst Hutter ein. Vorsitzender Stefan Schmidt-Weiss spricht in einem im Hohenloher Tagblatt veröffentlichten Bericht über Ziele und Initiativen des Vereins.
Herr Schmidt-Weiss, Sie sind Vorsitzender des Fördervereins „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ und veranstalten am 14. März ein Benefizkonzert. Wie kam es dazu?
Stefan Schmidt-Weiss: Die Idee kam mir, als die Stadtkapelle Crailsheim bei der Einweihung der neuen Werkshalle der Firma Gerhard Schubert gespielt hat. Mein Vater Werner war einige Jahre erster Vorsitzender der Stadtkapelle und hat die Musik dieses Orchesters sehr geschätzt, genau wie Gerhard Schubert übrigens. Diese Begeisterung hat sich auf die nächste Generation, die Söhne von Gerhard Schubert, und auch auf meine Schwester Susanne und mich übertragen.
Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung?
Zunächst einmal freue ich mich auf ein tolles Konzert mit einem abwechslungsreichen und bunten musikalischen Programm, das die Zuhörerinnen und Zuhörer sicher begeistern wird. Diese Veranstaltung wird auch dazu beitragen, den Förderverein und seine Ziele in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen. Und ich hoffe auf ein ausverkauftes Haus, denn der komplette Erlös aus dem Kartenverkauf wird 1:1 dem Förderverein zugutekommen.
Es ist Ihnen zudem gelungen, einen äußerst populären Solisten für dieses Konzert zu gewinnen.
In der Tat freuen wir uns riesig, dass der bisherige Dirigent der international renommierten Egerländer Musikanten und langjährige Posaunist der SWR Big Band, Ernst Hutter, als Solist verpflichtet werden konnte. Der Musikdirektor der Stadtkapelle, Franz Matysiak, kennt ihn sehr gut und wollte ihn vor einigen Jahren schon einmal für ein Konzert in Crailsheim engagieren. Dann kam Corona dazwischen und jetzt holen wir das Gastspiel in Crailsheim im Rahmen des Benefizkonzertes nach.
Lassen Sie uns über den Förderverein sprechen. Welche Ziele verfolgen Sie?
Das Klinikum Crailsheim ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Region und nicht zuletzt ein wichtiger Standortfaktor für unseren Raum. Mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden unseres Vereins unterstützen wir das Klinikum, eine bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen.
Wie kann man sich das vorstellen?
Wir verfolgen unter anderem das Ziel, eine innovative Verbesserung der medizinischen Versorgung zu erreichen, die über die Standardausstattung der Grund- und Regelversorgung hinausgeht, Vorteile für die Patienten bietet und von den Krankenkassen nicht extra vergütet wird. Im vergangenen Jahr konnte so zum Beispiel ein intravaskuläres Ultraschallgerät angeschafft werden, mit dem Herzkranzgefäße mit größtmöglicher Präzision beurteilt werden können.
Bewegen Sie sich mit Ihren Initiativen vorwiegend im medizintechnischen Bereich?
Nein, ganz und gar nicht. Wir halten auch die Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit des Personals im Crailsheimer Klinikum für enorm wichtig. Daher veranstalten wir – getragen von unseren ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern – ein Campusfest als Dank für alle Beschäftigten auf dem Klinikcampus. Weitere Förderprojekte beziehen sich auf die Anerkennung für ehrenamtliche Besuchsdienste, die Betreuung von ausländischen Pflegefachkräften und die Unterstützung nebenberuflicher Weiterbildungsmaßnahmen – ein breites Unterstützungsportfolio also.
Wie werben Sie in der Öffentlichkeit und wie gewinnen Sie neue Vereinsmitglieder?
Ich habe ein ungeheuer engagiertes Team im Vereinsvorstand an meiner Seite: Professor Dr. Alexander Bauer, Daniel Kunz, Werner Schmidt, Andrea Hernadi, Susanne Hammer, Carola Schroth und Andreas Harthan, die mich unterstützen und neben dem Campusfest viel für den Verein zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern auf die Beine stellen. Erwähnen möchte ich die Mitgliederwerbung und den Glühweinverkauf auf dem Crailsheimer Weihnachtsmarkt oder die Mitwirkung beim Tag der offenen Tür des Klinikums am 17. Januar anlässlich der Einweihung des Klinikanbaus. Wir sind aber auch auf Social Media aktiv, etwa mit einem eigenen Internetauftritt und auf Instagram.
Seit wann gibt es den Verein und wie haben sich die Mitgliederzahlen entwickelt?
Der Verein wurde am 9. Mai 2022 gegründet. Bis zu unserer letzten Mitgliederversammlung Anfang Juli 2025 verzeichneten wir 319 Mitglieder, darunter auch viele Unternehmen. Da ist natürlich noch Luft nach oben. Wir hoffen, mit weiter steigenden Mitgliederzahlen auch in Zukunft wichtige Beiträge für die Gesundheitsversorgung im Raum Crailsheim leisten zu können, und damit meine ich den gesamten Einzugsbereich unseres Klinikums bis hinüber nach Mittelfranken und über Kreisgrenzen hinweg.
Haben Sie selbst einen besonderen Wunsch für das Konzertprogramm?
Ja, das ist der „Böhmische Traum“ und darauf freue ich mich heute schon!
Info Das Interview hat Frieder Scheerer, Mitglied des Fördervereins des Klinikums, geführt.
Mitgliedschaft und Kartenvorverkauf
Der Förderverein „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ informiert unter www.foerderverein-klinik-crailsheim.de über seine Ziele und Aktivitäten. Wer Förderer werden möchte, kann die Mitgliedschaft auch online beantragen.
Das Benefizkonzert der Stadtkapelle Crailsheim mit dem Solisten Ernst Hutter, unter der Leitung von Musikdirektor Franz Matysiak, beginnt am Samstag, 14. März, 19 Uhr, im Hangar-Event-Airport Crailsheim. Vorverkaufsstellen: Shops des Hohenloher Tagblatts, Haller Tagblatts, Rundschau Gaildorf und Rathaus Blaufelden. Für Abonnenten gibt es bei Vorlage der Abomax-Karte 1 Euro Rabatt auf den regulären Ticketpreis, auch an der Abendkasse.
Stefan Schmidt-Weiss ist Vorsitzender des „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim e.V.