„Erstklassige Medizin ermöglichen“
Pressemitteilung Freunde und Förderer des Klinikum Crailsheim e.V. / 07.07.2026
„Erstklassige Medizin ermöglichen“
Gesundheitswesen Die „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ stellen 200 000 Euro für die Anschaffung eines OP-Roboters zur Verfügung. Stefan Schmidt-Weiss bleibt Vorsitzender des Fördervereins.
„Wir wollen erstklassige Medizin in Crailsheim ermöglichen“, hob Stefan Schmidt-Weiss, der Vorsitzende der „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ bei der Hauptversammlung des Fördervereins hervor. Das wollen auch die Mitglieder und so wurde der Antrag des Vorstands, dem Krankenhaus 200 000 Euro für die Anschaffung eines OP-Roboters zur Verfügung zu stellen, einstimmig befürwortet. Mit diesem Beschluss, so Schmidt-Weiss, setze der Förderverein „ein Zeichen“, trage er maßgeblich dazu bei, dass das Klinikum auch künftig „in der ersten Liga spielen kann“.
Mittlerweile hat der vor vier Jahren gegründete Förderverein mehr als 500 Mitglieder. Für den Vorsitzenden Stefan Schmidt-Weiss ist das ein Zeichen dafür, „dass der Verein in der Stadtgesellschaft verankert ist“, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger mit einer Mitgliedschaft ihrer Überzeugung Ausdruck verleihen, dass ein leistungsfähiges Krankenhaus in Crailsheim unverzichtbar sei. Auch bei den Spenden ist die Entwicklung positiv. Kamen im ersten Jahr (2022) 33 000 Euro zusammen, waren es 2025 bereits 94 000 Euro. Da die gute Entwicklung bis heute anhält, konnten die Mitglieder bei der Hauptversammlung dem Krankenhaus einen Beitrag von 212 000 Euro zur Verfügung stellen. Für das Campusfest im Sommer, mit dem der Förderverein seine Wertschätzung für die Arbeit der im Klinikum Beschäftigten zum Ausdruck bringt, wurden 7 000 Euro genehmigt, für die nebenberufliche Weiterbildung von Beschäftigten 2 000 Euro, für die Integration von ausländischen Pflegekräften 2 000 Euro und für die Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit im Krankenhaus 1 000 Euro.
Die restlichen 200 000 Euro stellt der Förderverein für die Anschaffung eines OP-Roboters zur Verfügung der im nächsten Jahr in der Orthopädie zum Einsatz kommt. Der Kreistag hat beschlossen, dass die Orthopädie im Klinikum in Crailsheim gebündelt wird. Die Konsequenz: Die von Chefarzt Dr. Dirk Steinhagen geleitete Orthopädie-Abteilung im Diak Klinikum in Schwäbisch Hall zieht nach Crailsheim um, hier werden mit Dr. Jens Rossek und Dr. Steinhagen dann zwei Chefärzte tätig sein und gemeinsam eine orthopädische Fachklinik aufbauen, deren Einzugsgebiet weit über den Landkreis hinausreichen, und die maßgeblich zur langfristigen Sicherung des Krankenhauses in Crailsheim beitragen soll. Das robotikgestützte Assistenzsystem für Knieoperationen kostet rd. 500 000 Euro. Das Klinikum finanziert 300 000 Euro, der Förderverein übernimmt die restlichen 200 000 Euro. „Das ist ein tiefer Griff in die Vereinskasse“, so Vorsitzender Schmidt-Weiss, „aber er lohnt sich“. Dr. Steinhagen, der noch am Diak Klinikum arbeitet, aber schon Mitglied der „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ ist, erläuterte den Mitgliedern die Bedeutung des OP-Roboters. Der sei „keine Spielerei“, sondern ermögliche ein noch präziseres Arbeiten, was wiederum mehr medizinische Qualität und noch höhere Patientenzufriedenheit bedeute. Es gebe schon jetzt Anfragen von Patienten, wann „Robin“ – so heißt der Roboter – eingesetzt wird. Das Klinikum in Crailsheim ist das erste Krankenhaus in Deutschland, dass „Robin“ einsetzen wird „und damit“, so Chefarzt Steinhagen – „haben wir ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal“ (eine Test-Version von „Robin“ ist schon jetzt im Diak Klinikum im Einsatz).
Wie tief der noch junge Förderverein in der Stadtgesellschaft verwurzelt ist, machte Vorsitzender Schmidt-Weiss anhand von Beispielen deutlich. Nach dem Tod des Unternehmers Horst Groninger, der dem Klinikum eng verbunden war, bat die Familie darum, auf Blumenkränze zu verzichten und stattdessen den Förderverein zu unterstützen. So kamen mehr als 10 000 Euro zusammen. Als Schmidt-Weiss plötzlich einen Scheck über 20 000 Euro in die Höhe hielt, war die Überraschung des Abends perfekt. Überreicht hatten ihn Sabine Pflug-Roll und ihr Ehemann Ronny Pflug, beides Mitglieder des Fördervereins. Zusammengekommen ist das Geld, weil die Firmengruppe Roll anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens auf Geschenke verzichtet und die Gäste gebeten hatte, für den Förderverein zu spenden. Bei der Scheckübergabe verwies Ronny Pflug auf die große Verbundenheit der in Crailsheim ansässigen Firmengruppe mit dem Klinikum und unterstrich: „Wir brauchen ein leistungsfähiges Krankenhaus in der Stadt – jetzt und auch künftig.“
Wie lebendig der vier Jahre alte Förderverein ist, verdeutlichte Vorsitzender Schmidt.-Weiss in seinem Tätigkeitsbericht. Er hob insbesondere die Arbeit des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Kunz und des Beiratsmitglieds Carola Schroth hervor, die die Aktivitäten des Vereins koordinieren. „Die Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ machen bei vielen Gelegenheiten auf sich aufmerksam, unter anderem beim Campusfest, bei der Gesundheitsmesse Vitamed, beim Weihnachtsmarkt und auf der Muswiese. „Die Chemie im Vorstand stimmt“, freut sich der Vorsitzende und so war es kein Wunder, dass sich das Gremium geschlossen zur Wiederwahl stellte – und in den Ämtern bestätigt wurde. Vorsitzender bleibt Stefan Schmidt-Weiss, erster Stellvertreter ist Professor Dr. Alexander Bauer, zweiter Stellvertreter Daniel Kunz. Schatzmeister bleibt Werner Schmidt, Schriftführerin Andrea Hernadi. Die Beisitzer Carola Schroth, Susanne Hammer und Andreas Harthan werden künftig durch Stefan Bort, den Klinischen Direktor des Klinikums Crailsheim, verstärkt.
INFO: Mehr Informationen zum Förderverein gibt’s unter www.foerderverein-klinik-crailsheim.de
Bildunterschrift: Sabine Pflug-Roll und Ronny Pflug überreichten einen 20 000-Euro-Scheck auf der Hauptversammlung der „Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim“ an Professor Dr. Alexander Bauer, Stefan Schmidt-Weiss und Dr. Jens Rossek (von links).




