,

Neues System ermöglicht schonendere Operationen

Freuen sich über die Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten im Crailsheimer Kreisklinikum (von links): Eva Sidiropoulos, die Marketingleiterin der Baufirma Leonhard Weiss, Stefan Schmidt-Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der Firma und Vorsitzender der Freunde und Förderer des Klinikums Crailsheim, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses und Orthopädie-Chefarzt Dr. Jens Rossek und Rinat Klein, Sektionsleiter der Unfallchirurgie. Foto: Andreas Harthan

Offensichtlich hatte Dr. Jens Rossek, der Ärztliche Direktor des Crailsheimer Krankenhauses, im Sommer bei der Hauptversammlung der Freunde und Förderer des Kreisklinikums den richtigen Ton getroffen, beziehungsweise mit guten Argumenten überzeugt, denn seiner Bitte um finanzielle Förderung der Anschaffung eines neuen Systems für die Orthopädie-Abteilung, um dort Frakturen noch besser versorgen zu können, kam der Verein nun nach. Möglich gemacht hat das eine Spende der Baufirma Leonhard Weiss in Höhe von 20 000 Euro an den Förderverein.

Dass nur wenige Monate zwischen Bitte und Erfüllung vergingen, hat mit einem Crailsheimer zu tun, der sich sehr für das Crailsheimer Krankenhaus ins Zeug legt; mit Stefan Schmidt-Weiss. Er ist Vorsitzender der Freunde und Förderer des Kreisklinikums und er ist geschäftsführender Gesellschafter einer der großen Baufirmen in Deutschland. Als er bei der Hauptversammlung des Fördervereins die Argumente von Orthopädie-Chefarzt Dr. Jens Rossek hörte, war er schnell überzeugt und er wiederum konnte die Mitglieder der Weiss-Geschäftsführerrunde von der Sinnhaftigkeit der Spende überzeugen.
Und so war die Stimmung gut, als Stefan Schmidt-Weiss zusammen mit Marketingleiterin Eva Sidiropoulos den Scheck übergab an Chefarzt Dr. Rossek und seinen Kollegen Rinat Klein, Sektionsleiter der Unfallchirurgie. Rossek verdeutlichte bei der Gelegenheit noch einmal die Vorteile, die das neue Instrumentarium für Plattensysteme zur Behandlung von periprothetischen Brüchen bietet. Das System wird eingesetzt, wenn es zu einer Fraktur insbesondere des Oberschenkels zwischen zwei Prothesen oder in Höhe einer Prothese kommt. Die Platten ermöglichen es, dass bei solchen Knochenbrüchen die Prothese erhalten werden kann. Bislang musste erst die Prothese entfernt und beispielsweise eine längere Hüftprothese eingesetzt werden. Das entfällt nun, weil der Bruch mit Metallplatten stabilisiert werden kann. Die Platten werden unter die Haut oder die Muskulatur eingeschoben, nur für die Schrauben müssen kleine Einstiche vorgenommen werden. Somit kann die Operationszeit verkürzt werden, es kommt zu geringeren Blutverlusten und die Patienten können früher mobilisiert werden. Diese Vorteile fallen gerade bei älteren Patienten erheblich ins Gewicht, betonte Dr. Rossek bei der Scheckübergabe, und bedankte sich bei Förderverein und Spender für die Unterstützung. Die Anschaffung, und da sprach er gleich in doppelter Funktion, als Chefarzt und als Ärztlicher Direktor, ermögliche eine Patientenversorgung „vor Ort in Crailsheim und mit höchster Qualität“.